Die Kilimanjaro-Besteigungen - Allgemeines

Das Kilimanjaro-Massiv stellt mit seinen drei Gipfeln Kibo (Uhuru Peak), Mawenzi und Shira die zweitwichtigste Touristen-Attraktion Nord-Tanzanias dar. Es ist der einzige Gebirgszug der Welt, der von etwa 1.000m Höhe relativ gradlinig auf fast 5.900m ansteigt. Eine Besteigung bietet daher die einmalige Gelegenheit, die verschiedenen Vegetationszonen in Zeitlupe kennen zu lernen. Da der Aufstieg bis auf das letzte Stück nicht sehr steil ist, kann er von jedermann ohne extreme Kraftanstrengung bewältigt werden, wobei natürlich eine gute körperliche Kondition vorhanden sein sollte. Das bei weitem größte Problem ist die nach oben immer dünner werdende Luft, die bei einigen die so genannte Höhenkrankheit auslöst. Während der Regenzeit ist eine Besteigung nicht zu empfehlen. Aber auch sonst kann es vorkommen, dass ein Erreichen des Gipfels nicht nur durch die eigenen Grenzen, sondern auch aufgrund schlechten Wetters nicht möglich ist. Eine Rückerstattung des Reisepreises ist in solchen Fällen leider nicht möglich.

Um das Kilimanjaro-Massiv herum wurde ein Nationalpark angelegt, in dem die verschiedenen Routen der Besteigung genau festgelegt sind. Die Anzahl der Bergwanderer wird durch die vorhandenen Schlafplätze in den Hütten bzw. auf den Zeltplätzen begrenzt. Im allgemeinen sind es z.B. auf der Marangu-Route nicht mehr als 50-80 Personen, die pro Tag in vielen kleinen Grüppchen losgehen. Welche Route man auch immer wählt, es ist in jedem Fall ratsam, ein Inklusiv-Arrangement zu buchen, in dem neben den Übernachtungen mit voller Verpflegung auch Führer, Träger und Nationalpark-Gebühren enthalten sind. Sinnvoll ist auch, jeweils eine Nacht vor und nach der Besteigung in demselben Hotel zu verbringen, um dort nicht benötigtes Gepäck zu lassen, sich gegebenenfalls weitere Ausrüstungsgegenstände auszuleihen und vor der Besteigung ausführliche Informationen zum Aufstieg zu erhalten.

Alle Besteigungen werden individuell organisiert, egal ob man allein oder zusammen mit anderen Personen bucht. Die besten Monate für Kilimanjaro-Besteigungen sind Juli-Mitte Oktober und Mitte Dezember bis Mitte März.

Wer nicht unbedingt an einer kompletten Besteigung interessiert ist, kann auch ausgedehnte Spaziergänge durch die üppigen Kaffee- und Bananenplantagen in der Umgebung von Marangu machen oder eine Teilbesteigung bis zur ersten oder zweiten Hütte buchen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Marangu.    

Für die Besteigungen stehen hauptsächlich sechs Routen zur Verfügung. Die größten Unterschiede bestehen im Schwierigkeitsgrad des Terrains. Zu jeder Route bieten wir unterschiedliche Arrangements mit verschiedenen Veranstaltern an, die sich zum einen bei den Unterkünften vor und nach der Besteigung, zum anderen durch ihre Qualitätsstandards unterscheiden. Alle genannten Veranstalter verfügen über langjährige Erfahrung im Kilimanjaro-Geschäft und können von uns als gut empfohlen werden.

 

 

Die Marangu-Route

(ab 5 Tagen/4 Nächten, Übernachtungen in Hütten, einfacher Schwierigkeitsgrad)

 

Die Machame-Route

(ab 6 Tagen/5 Nächten, Übernachtung in Zelten, mittlerer Schwierigkeitsgrad)

 

Die Rongai-Route

(ab 5 Tagen/4 Nächten, Übernachtungen in Zelten, einfacher Schwierigkeitsgrad)

 

Die Shira-Route

(ab 6 Tagen/5 Nächten, Übernachtungen in Zelten, mittlerer Schwierigkeitsgrad)

 

Die Kikeleva-Route

(ab 6 Tagen/5 Nächten, Übernachtungen in Zelten, einfacher Schwierigkeitsgrad)

 

Die Lemosho-Route

(ab 7 Tagen/6 Nächten, Übernachtungen in Zelten, mittlerer Schwierigkeitsgrad)

 

Die Umbwe-Route

(ab 6 Tagen/5 Nächten, Übernachtungen in Zelten, hoher Schwierigkeitsgrad)

 

Die Mweka-Route

(Diese Route wird nur noch zum Abstieg bei der Machame-, Shira- und Umbwe-Route benutzt)   

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